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Artist-in-Residence

2007 - Michael Rische

„Das groovt tatsächlich.“

Fono Forum

In Leverkusen geboren, studierte Michael Rische in Düsseldorf bei Max Martin Stein (Klavier) und bei Milko Kelemen (Komposition), später bei Rudolf Buchbinder in Wien. Entscheidende Anregungen erhielt er außerdem durch Rudolf Serkin und Pierre Boulez.
Seine Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Sylvain Cambreling, Gerd Albrecht, Yuri Simonow, Christoph Poppen, Michael Boder und Wayne Marshall (Artist-in-Residence des Kurt Weill Festes 2005) sowie Orchestern wie der Staatskapelle Berlin, dem WDR Sinfonieorchester Köln, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Orchestre National de Belgique, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, den Bamberger Symphonikern und dem BBC Symphony Orchestra London haben ihn in die Konzertsäle in Europa, Israel, den USA und China geführt. Zahlreiche CDs, die bei EMI, BMG, Universal und Sony erschienen sind, haben ihm internationales Renommee verschafft, wobei seinen Interpretationen von Bach, Beethoven, Debussy und Ravel ein besonderer Rang zugewiesen wird.
Seit seiner Entdeckung der Klavierkonzerte von Erwin Schulhoff und George Antheil (Uraufführung am 5.3.2001 in London) hat Michael Rische einer ganzen Stilrichtung wieder zu ihrem Recht verholfen: der Musik der zwanziger Jahre, in der sich Klassik und Jazz begegnen. Dieses Thema steht auch im Mittelpunkt der Fernsehdokumentation, die der Regisseur Alexander Kluge von ihm gedreht hat. Im Frühjahr 2006 erschien bei Sony seine CD „Piano Music of the 20s“ mit vom Jazz inspirierten Klavierstücken von Antheil, Schulhoff, Gershwin, Milhaud u.a.
Nicht weniger Aufmerksamkeit erntet die Einspielung des 3.Klavierkonzertes von Beethoven, in der dem Hörer zum ersten Mal in der Geschichte der CD die Möglichkeit geboten wird, zwischen sechs verschiedenen Kadenzen zu wählen.
Michael Rische leitet eine Klavierklasse an der Musikhochschule Köln.






© Roßdeutscher & Bartel GmbH, Leipzig, 2017